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Bounty

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Dienstag, 18. Oktober 2011, 08:27

Jack Russell mit Epilepsie

Hallo, Ihr Lieben.

Wollte mal rumhören, ob jemand von euch Erfahrungen mit Epilepsie beim Hund gemacht hat?
Die Retriever-Hündin meiner Mutter hat seit einigen Wochen immer mal wieder epileptische Anfälle. Erst dachten wir, bzw. der TA, dass es an einem Infekt im Hals liegt, aber dem war nicht so.
Die Anfälle kommen immer wieder. Dabei ist Luna völlig abwesend, zittert heftig am ganzen Körper und es bildet sich Schaum vor dem Mund.
Wenn man sie während so eines Anfalls anfasst, schnappt, oder beisst sie manchmal sogar.
Der Tierarzt hat uns ein Beruhigungsmittel gegeben, welches wir ihr anal einführen sollen, wenn ein Krampfanfall länger als 2 Minuten dauert. Aber direkt gegen Epilepsie wollte er sie nicht behandeln, da er erst mal abwarten wollte, ob es nicht doch der Infekt ist.

Jetzt wollte ich gerne mal wissen, ob jemand von euch Erfahrung mit dieser Krankheit hat.
Wie ist der Verlauf einer solchen Krankheit? Wie gehe ich mit dem Hund am besten um? u.s.w.

Ich danke euch schon jetzt für eure Antworten. *daumenhoch*
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ErnieHedi

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Dienstag, 18. Oktober 2011, 14:50

Manche Leute suchen Hilfe auf Youtube.
Da euer TA ihn ja noch nicht gesehen hat "direkt beim Anfall", wäre es evtl. gut ihn mal dabei zu filmen und es hochzuladen.
Vielleicht sieht einer der selbst so nen kranken Hund hat Parallelen.
Du kannst deutsche Suchbegriffe verwenden oder eben die englischen "seizure - epileptic - Epilesy".
An eurer Stelle würde ich noch nen anderen TA aufsuchen. Bzw. eine Klinik.
Kannst ja auch mal da anrufen ob die anhand von Hirnströmen oder so auch ohne Anfall was feststellen können. K.A.
Ansonsten hier mal nachlesen http://de.wikipedia.org/wiki/Epilepsie#E…_bei_Haustieren
Da fast bis ganz nach unten scrollen bzw lies mein Zitat:

Quelle wikipedia.org

Zitat

Epilepsie bei Haustieren [Bearbeiten]Auch bei Haustieren kommt Epilepsie vor. Am häufigsten betroffen sind hiervon Hunde, etwas seltener erkranken Katzen, sehr selten Kaninchen. Bei Pferden ist eine Häufung bei Arabern beschrieben. Aufgrund der anderen Nervenschaltungen im Tierhirn wird allerdings häufig vom „epileptiformen Anfall“ gesprochen. Wie beim Menschen unterscheidet man idiopathische (etwa 80 Prozent) und symptomatische Epilepsien sowie partielle und generalisierte Anfälle.

Partielle Epilepsie [Bearbeiten]Bei der partiellen oder fokalen Epilepsie wird zwischen einfachen, komplexen und Anfällen mit sekundärer Generalisation unterschieden. Die einfachen fokalen Anfälle stellen sich häufig lediglich als unkontrollierte Bewegung einzelner Gliedmaßen oder Muskelgruppen, Kieferschlagen oder Kopfschütteln dar. Im Fall einer rein sensorischen oder vegetativen fokalen Epilepsie sind meist gar keine Anfälle zu bemerken. Komplexe Anfälle stellen sich infolge der hiermit einhergehenden Bewusstseinsstörung als Verhaltensauffälligkeiten dar: neben unmotiviertem Bellen, Kauen, Lecken, Aggressivität und Zuckungen bestimmter Körperteile (zum Beispiel Ohren, Gesicht) wird häufig das Symptom des „Fliegenschnappens“ oder Drangwandern (zwanghaftes Im-Kreis-Laufen) beobachtet. Eine Abgrenzung zu besonderen individuellen Verhaltensmustern von gesunden Hunden ist häufig schwierig.

Generalisierte Epilepsie [Bearbeiten]Generalisierte Anfälle werden in verschiedene Gruppen unterteilt: Absencen (extrem selten), Myoklonien, tonische Anfälle, klonische Anfälle, tonisch-klonische Anfälle (siehe oben). Der häufigste Anfallstyp ist der tonisch-klonische Grand-mal-Anfall. Er wird beim Hund in verschiedene Phasen unterteilt:

Prodromalstadium: Gekennzeichnet durch feine Wesensveränderungen, Starren ins Leere, Schnüffeln. Dieses Stadium kann mehrere Stunden bis Tage dauern, fehlt oft oder wird vor einem Anfall übersehen.
Aura: Sie ist oft schwierig von den anderen Phasen abgrenzbar und zeichnet sich durch ausgeprägtes Angstverhalten wie Ruhelosigkeit, Schreckhaftigkeit, Anhänglichkeit oder Bellen aus. Ihre Dauer beträgt wenige Sekunden bis einige Minuten.
Iktus: Der eigentliche Anfall. Er beginnt häufig mit örtlichen Zuckungen, welche später in generalisierte Krämpfe mit tonisch-klonischen Zuckungen, Kieferschlagen, Speicheln, unkontrolliertem Harn- und Kotabsatz und Bewusstlosigkeit übergeht. Meist dauert diese Phase einige Sekunden bis Minuten. Ein Iktus von einer längeren Dauer als 30 Minuten oder zwei oder mehr hintereinander folgende Krampfanfälle ohne zwischenzeitliches Wiedererlangen des Bewusstseins werden als Status epilepticus bezeichnet.
Postiktus: Über einige Minuten bis hin zu Tagen währt dieses Stadium, in welchem das Tier Erschöpfungssymptome zeigt. Gelegentliche Desorientierung, Heißhunger und unmotivierte Aggressivität sind ebenfalls möglich.
Rassedisposition [Bearbeiten]Bei der idiopathischen Epilepsie der Hunde ist eine Rasse- oder familiäre Disposition teilweise nachgewiesen worden.


Golden Retriever haben die ausgeprägteste RassedispositionBei folgenden Rassen ist das Auftreten einer Epilepsie häufiger: Golden Retriever, Cocker-Spaniel, Pudel, Bernhardiner, Irish Setter, Zwergschnauzer, Rauhhaar-Foxterrier, Dackel, Border Collie und Grosser Schweizer Sennenhund.

Anfälle vom Lafora-Typ beim Beagle und beim Basset Hound werden durch eine Ansammlung von Glykoproteinen im Zentralnervensystem verursacht. Bei Keeshonden und Irish Wolfhounds ist ein autosomal-rezessiver Erbgang beschrieben. Bei anderen Rassen wie Deutscher und Belgischer Schäferhund, Golden Retriever, Labrador Retriever, Berner Sennenhund, Boxer und Vizsla ist ein komplexer Erbgang nachgewiesen.

Differentialdiagnose [Bearbeiten]Differentialdiagnostisch müssen verschiedene Krankheiten ausgeschlossen werden. Bei Hunden handelt es sich hierbei vor allem um kardial bedingte Synkopen, Lebererkrankungen (hepatoenzephales Syndrom) und Infektionskrankheiten [Hund: Staupe, Katze: Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)]. Die Liste der weiteren Differentialdiagnosen kann nach dem Akronym VETAMIN D abgearbeitet werden.

Therapie [Bearbeiten]Infolge begrenzter finanzieller oder diagnostischer Möglichkeiten wird oft nach Abklärung der wichtigsten Differentialdiagnosen eine „diagnostische Therapie“ durchgeführt. Mittel der ersten Wahl ist in der Tiermedizin nach wie vor das Phenobarbital, da die neueren humanmedizinischen Antiepileptika beim Hund kurze Halbwertszeiten aufweisen und häufig eingenommen werden müssten. Kaliumbromid ist ebenfalls ein gut wirksames Medikament zur Behandlung der Epilepsie bei Hunden. Beide Präparate werden auch in Kombination eingesetzt. Bei Therapieversagen ist die Verabreichung von Gabapentin, Primidon (toxisch für Katzen) oder Felbamat überlegenswert. Bei Katzen ist das Medikament der ersten Wahl Diazepam oder Phenobarbital. Die Therapie mit den Antiepileptika muss in den meisten Fällen lebenslang erfolgen und hat bei korrekter Einstellung eine relativ gute Prognose.

Im Falle des Vorliegens eines Status epilepticus ist Diazepam Mittel der ersten Wahl. Zu beachten ist hierbei, dass es sich beim Status epilepticus um einen lebensbedrohlichen Notfall handelt, der sofortiger Behandlung bedarf. Der Tierbesitzer kann zu Hause mit rektaler Anwendung von diazepamhaltigen Zäpfchen oder Klistiers oder vorsichtiger oraler Verabreichung von Diazepamtropfen „Erste Hilfe“ leisten, um anschließend den Tierarzt schnellstmöglich aufzusuchen.



Viel Erfolg und alles gute für die arme Maus engelchen1
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LG Anja 2 mit Ernie & Hedi


Kerstin

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Mittwoch, 19. Oktober 2011, 00:05

Hab da leider keinerlei Erfahrungen mit Tut mir leid. Gute Besserung an die kleine *hand auf hunds kopf*
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*lieber2* Unser Glück ist Perfekt *lieber2*


* Coco 24.08.2008


Fabian Alexander * 24.12.2011

Bounty

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4

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 20:15

@Anja: Vielen Dank für deine Mühen, aber im Internet habe ich natürlich alles schon durchgelesen. Was mir fehlt, sind so ein paar persönliche Erfahrungswerte...
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ErnieHedi

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5

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 23:45

@Anja: Vielen Dank für deine Mühen, aber im Internet habe ich natürlich alles schon durchgelesen. Was mir fehlt, sind so ein paar persönliche Erfahrungswerte...


Ich kenne leider nur eine Hundebesitzerin mit einem Colli, die ihren Hund aber gut mit Medi´s eingestellt hat. Seine Anfälle sind quasi nicht mehr vorheanden, solange regelmäßig seine Tabletten kriegt.

Da aber Epilepsie nicht gleich Epilepsie ist (es gibt ja auch X-verschiedene Allergien ->und alle müssen anders behandelt werden) müsst ihr dringend nen Spezialisten aufsuchen. Und ich bin mir sicher das ein normaler TA damit überfordert ist.

Eine riesige Hilfe für diesen Spezialisten wäre eben tatsächlich den Hund bei einem solchen Anfall zu filmen und sich evtl. zu notieren wann es zu den Anfällen kommt (eher abends?) / wie häufig / und wie lange sie dauern. Und welche Sachen er dabei macht.

Darüber quasi mal "Buch führen". Das alles hilft dem Spezialisten ungemein.

Konzentriert euch nicht auf andere....konzentriert euch auf euren Hund und versucht alles akribisch zu notieren. Je mehr ihr dem TA sagen könnt, desto schneller wird sich ne Lösung finden.
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LG Anja 2 mit Ernie & Hedi


Miranda

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6

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 11:02

Mit Erfahrungen kann ich GsD nicht dienen !
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Grüße aus dem Spessart Sabine und Ihre Russellbande Schaut doch mal rein und hinterlaß einen Pfotenabdruck www.rechtenbachtal.de

Bounty

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1 Auszeichung

7

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 19:20

Schatzi, ist doch alles im Gang.
Luna bekommt jetzt auch tabletten. Dass wir "Tagebuch" über die Anfälle führen, ist logisch.
Ich möchte ja auch garkeine medizinische Hilfe und keine Tips, was ich machen soll.

Mich interessiert doch einfach nur, wie das leben mit so einem Hund wird, usw.

Eben Erfahrungen über das leben mit Epileptiker...
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ErnieHedi

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8

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 22:16

Also die Bekannte mit dem Colli macht mit ihm sogar Agility Turniere. Wenn der Hund gut eingestellt ist, lebt es sich völlig normal. So zumindest meine Kenntnisse von ihren Erzählungen.
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LG Anja 2 mit Ernie & Hedi


heiniekleinie

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9

Montag, 19. März 2012, 13:26

Hey, ich weiß genau wie du dich fühlst.

Unser Jack Russell hat seit zwei Jahren Epilepsie, er bekam so ca alle zwei Wochen einen Anfall, danach lief er Stunden unruhig durch die Wohnung.

Im letzten Jahr wurden die Anfälle dann schlimmer, ganze Tage hat er einen Anfall nach dem anderen bekommen. Das ging dann soweit, dass er soviel Valium bekommen hat, dass er tagelang nicht mehr laufen konnte. Daraufhin wurde seine Tablettendosis so stark erhöht, dass er wirklich wie ,,besoffen`` war, es schien z.T. so, als würde er einen garnicht mehr erkennen.

Wir haben alles versucht, waren bei einer Fachtierärztin und haben alles über das Thema gelesen, was uns in die Finger kam.



Und jetzt kommt die Wendung im November nach einem ganz schlimmen Anfall, als er die höchste Dosis bekam, hat der Tierarzt uns erzählt, dass er von einem Kollegen gehört hat, dass es helfen kann nur noch Fleisch zu füttern. Wir haben zunächst nicht dran geglaubt, aber es trotzdem konsequent durchegezogen. Nur noch Fleisch, keine Leckerchen, kein Fertigfutter, nix außer Fleisch ...und:Er ist seitdem anfallsfrei gewesen!!!



Deswegen rat ich dir, gib niemals auf, achte immer darauf, ob du einen möglichen Verursacher übersehen hast und versuchs mal mit barfen.

ErnieHedi

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10

Montag, 19. März 2012, 19:49

Hallo heinikleini! Und willkommen2 hier bei uns!
Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Das freut mich sehr das es eurem Jackie wieder besser geht!

Wie alt ist er denn jetzt und wo habt ihr ihn her?

Stell dich doch mal vor woher du kommst und was du und dein Hund so treibt!

Wünsche dir noch viel Freude hier im Forum! *lieber2*
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LG Anja 2 mit Ernie & Hedi